Mit MAPPER arbeiten

    Eine Karte erstellen
    Einscannen einer Vorlage
    Laden der Kartengrundlage

Die Arbeitsgrundlage ist eine Karte im Bitmap-Format. Darüber werden Zeichen, z.B. Text, Symbole oder Icons als Vektorgrafik gelegt. Diese Objekte können korrigiert, verschoben oder wieder gelöscht werden. Die Kartengrundlage wird dabei nicht verletzt.

Die Karteneinträge werden in einer Tabelle bzw. einer Access-Datenbank mit dem Suffix .MDB (= Microsoft Datenbank) gespeichert. Diese Tabelle kann direkt bearbeitet werden
a) im Programm MAPPER,
b) mit dem auf der CD enthaltenen Datenmanager
c) mit dem Programm ACCESS.

Wenn Sie mit MAPPER arbeiten, verfahren Sie im allgemeinen wie folgt:

  • Kartengrundlage einscannen oder eine bereits vorhandene Bitmap-Grafik mit dem Suffix .BMP laden. Auf der CD sind einige Beispiele enthalten.
  • Die zuletzt bearbeitete Tabelle der Karteneinträge wird vom Programm automatisch beim Öffnen einer Karte dazugeladen. Sie können anstelle dieser Tabelle eine andere bereits vorhandene Tabelle der Karteneinträge dazuladen oder eine neue Tabelle anlegen. Sofern noch keine Tabelle der Karteneinträge für eine Karte vorhanden ist, wird sie von MAPPER beim Laden der Karte automatisch erstellt. Eine neue Tabelle ist immer leer. Sie enthält noch keine Karteneinträge. Diese werden erst beim Zeichnen der Objekte von MAPPER automatisch in die Tabelle geschrieben.
  • In die geladene Karte können Sie Objekte z.B. Text, Symbole, Icons, Linien und Flächen eintragen. Einträge (Objekte) können Sie auch aus anderen Dokumenten übernehmen und in die geladene Karte kopieren. Karteneinträge können markiert und ausgerichtet, bzw. justiert werden. Bereits vorhandene Objekte können Sie nachträglich korrigieren, verschieben oder wieder löschen. Ferner können für bestimmte Einträge Bezugspunkte gesetzt, verschoben oder wieder gelöscht werden. Schließlich können Sie für die gesamte Karte einen Maßstab angeben.
  • Alle Eigenschaften der Objekte (z.B. Texteinträge, Symbole, Linien, Flächen, Figuren), die Sie erstellen, werden automatisch in die Tabelle der Karteneinträge geschrieben und dort tabellarisch dargestellt. MAPPER liest diese Tabelle und zeichnet die Objekte mit ihren Eigenschaften dementsprechend in die Karte - genauer gesagt - als Overlay auf die Karte. Sie können die Eigenschaften der gezeichneten Objekte auch in der Tabelle der Karteneinträge abändern. Zu dieser Tabelle können Sie auch zusätzliche Spalten hinzufügen und Vermerke zu den Objekten hineinschreiben.
  • Die Tabelle der Karteneinträge kann unter einem passenden Namen abgesichert werden. Andere Tabellen können geladen werden. Es erscheinen nur die Objekte der jeweils geladenen Tabelle in der Karte.
  • Für den Ausdruck der Karte können Sie die Größe und den Blattschnitt der Karte in der Druckvorschau nahezu beliebig verändern.
  • Einzelne oder mehrer Kartenblätter können in beliebiger Anzahl ausgedruckt werden.

 

3.1 Erstellung einer Karte

Im folgenden wird beschrieben, wie eine Kartengrundlage erstellt und in das Programm MAPPER geladen wird.

  • Einscannen einer Kartengrundlage mit einem sogenannten Flachbett- oder Tischscanner. Für genauere Arbeiten im Gelände sind Schwarzweißkarten im Maßstab 1:25000 bis 1:5000 gut geeignet. Im Prinzip können jedoch alle Kartenformate mit unterschiedlichem Maßstab als Grundlage für die Aufnahmen verwendet werden. Die gescannten Karten werden als Bitmap abgespeichert. Die Erweiterung des Dateinamens lautet .BMP. Sofern kein Scanner verfügbar ist, kann man eine Karte in einem Copy- oder Computershop einscannen und als Bitmap auf Diskette abspeichern lassen. Auf einer Scannerbank können Karten bis zur Größe DINA0 eingescannt werden.

    Eine Auflösung von 200 dpi reicht beim Einscannen völlig aus, wenn man die Karte später in der gleichen Größe oder verkleinert ausdrucken will. Eine höhere Auflösung und eine dementsprechend größere Bilddatei ist nur dann erforderlich, wenn man die Karte insgesamt oder in Teilen anschließend stark vergrößert ausdrucken möchte.

    Beim Einscannen einer farbigen Karte reicht eine Farbtiefe von 256 Farben völlig aus. Eine höhere Farbtiefe bringt meistens nur Nachteile, nämlich größere Dateien, unnötigen Speicherverbrauch, langsame Verarbeitung im Programm und verschwommene (changierende) Farben der Kartengrundlage. Nur bei der Verwendung von Luftbildaufnahmen oder Fotos ist manchmal eine höhere Farbauflösung vorteilhaft, damit kleine und feine Farbnuancen in der Kartengrundlage nicht verloren gehen.

Bitte beachten Sie den Maßstab der Karte, bzw. das auf der Karte aufgedruckte Maßlineal. Sofern Sie nur einen Ausschnitt einer Karte einscannen, sollte darauf das Maßlineal enthalten sein. Sie können mit Bleistift auch eine entsprechende Strecke vor dem Einscannen in den betreffenden Kartenausschnitt zeichnen. Diese Maßangaben sind erforderlich, damit Sie später am Bildschirm einen Maßstab für die Karte festlegen können. Für die Berechnung von Strecken, Entfernungen und Flächen benötigt MAPPER eine Maßangabe (s. Kap. 6. Maßeinheit).

Die gescannte Karte kann nun mit dem Menübefehl Karte öffnen in das Programm MAPPER geladen werden.

Die maximale Größe der Karte, die mit MAPPER bearbeitet werden kann, ist von den Systemressourcen, insbesondere von den Speicherreserven des Systems abhängig. Mit Windows-95 wurden folgende Erfahrungswerte erzielt: Bei 16 MB Systemspeicher konnten Schwarzweißkarten bis zur Größe von etwa 1,2 MB und Farbkarten (256 Farben) bis maximal 5,6 MB im Bitmap-Format in MAPPER geladen und bearbeitet werden. Bei 64 MB Speicher erhöhen sich die Werte auf mindestens 5 MB bzw. 25 MB. MAPPER wandelt alle Schwarzweißkarten beim Ladevorgang in Farbkarten um, damit auf diese Karten mit Farbe gezeichnet oder geschrieben werden kann. Deshalb sind die genannten Maximalwerte für Schwarzweißkarten geringer als für Farbkarten. Der Ladevorgang von Schwarzweißkarten dauert wegen dieser Umwandlung auch etwas länger. Schwarzweißkarten belegen jedoch wesentlich weniger Platz auf der Festplatte als Farbkarten.

Hinweis: Sie sparen Systemressourcen und können wesentlich größere Karten verarbeiten, wenn Sie die Farbtiefe des Bildschirms auf 256 Farben begrenzen. Windows wandelt nämlich jede Bildvorlage (Karte) beim Ladevorgang intern in die eingestellte Bildschirmauflösung um.

In die geladene Karte können Sie verschiedene Objekte, wie z.B. Symbole, Text, kleine Bilder, bzw. kleinere Bitmaps oder Icons eingetragen. Linien, Flächen und Figuren können in verschiedenen Farben und Mustern, transparent oder deckend in die Karte gezeichnet werden. Die Karte kann für eine bessere Übersicht oder Detailgenauigkeit am Bildschirm gezoomt werden. Ferner kann der Blattschnitt der Karte, bzw. die Aufteilung der Karte auf eine oder mehrere Druckseiten festgelegt werden. Die Blattkanten werden als blaue Schnittlinien in die Karte eingeblendet. So können Sie erkennen, wie weit ein Eintrag vom Rand eines Kartenblatts entfernt ist. Mehrere Kartenblätter können nach dem Ausdrucken zu einer großformatigen Landkarte zusammengeklebt werden. Außerdem ist es möglich, einzelne Kartenblätter in beliebiger Vergrößerung oder Verkleinerung entsprechend dem eingestellten Printfaktor auszudrucken.

Beim Laden der Karte wird automatisch vom Programm die zuletzt bearbeitete Tabelle der Einträge dazugeladen. Diese Tabelle wird eingehender im Kap. 5 beschrieben.

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